|
Öffentliche Stellungnahme der JuKi e.V. zu den Vorkommnissen am Abend des 14.11.2009 bei der Veranstaltung „Aufmucken gegen Rechts“
Am Abend des 14.11.2009 bei der Veranstaltung „Aufmucken gegen Rechts“ kam es zu einem Polizeieinsatz, der, wie uns bekannt ist, durch provokante Gesten zweier Gäste des 42 ausgelöst wurde. Daraufhin wollten die zwei betroffenen Polizeibeamten die Personalien entsprechender Personen aufnehmen. Eine der Personen versuchte sich dieser Maßnahme durch die Flucht ins 42 zu entziehen, woraufhin die Beamten ihm nachstellten. Ohne sich an der Tür zu erkennen zu geben, verfolgten die Polizisten den Jugendlichen bis vor die Bühne, wo sie ihn stellten. Da die Umstehenden die Situation nicht einschätzen konnten und aufgrund der Dunkelheit die Polizisten nicht als solche zu identifizieren vermochten, kam es zu einem Handgemenge, in dessen Verlauf die Polizei Pfefferspray einsetzte. Mitglieder der JuKi e.V. versuchten die Situation unter Kontrolle zu bringen, indem sie sich bemühten Gäste und Beamte voneinander zu trennen, was auch bis nach draußen gelang. Auf dem Parkplatz vor dem 42 versuchten die Polizisten den Verdächtigen zu sichern, wobei sich der Verdächtige losreißen konnte, da Umstehende einschritten. Dies hatte einen weiteren Pfeffersprayeinsatz seitens der Beamten und Flaschenwürfe einzelner Personen in Richtung Polizisten zur Folge. Diese zogen sich zurück und forderten augenscheinlich Verstärkung an. Währenddessen wurde die Veranstaltung durch Mitglieder der JuKi unterbrochen, um die Situation zu entspannen, die Gäste zu beruhigen und unbeteiligte Verletzte des Reizgaseinsatzes zu versorgen. Wenige Minuten später fanden sich 14 Polizeibeamte vor dem 42 ein und kündigten an, in das innere des Gebäudes zu gehen, um die Lage in Augenschein zu nehmen, mit der Absicht, danach die Veranstaltung fortführen zu lassen. Danach entschloss sich die Polizei die Veranstaltung, aus uns nicht ersichtlichen Gründen abzubrechen. Die Missbilligung dieses Vorgehens wurde von den Gästen durch abfällige Äußerungen, jedoch friedlich kundgetan und den Weisungen der Beamten wurde folge geleistet. Die Mitglieder der JuKi e.V. bedauern den Vorfall zutiefst und missbilligen sowohl das Verhalten der Provokateure, als auch die überzogenen Maßnahmen der Polizisten sowie die folgenden Aggressionen gegenüber der Polizei. Wir distanzieren uns hiermit klar von jeglichen gewaltätigem Vorgehen. Die Veranstaltung „Aufmucken gegen Rechts“ war bis dato einschließlich des vorhergehenden Veranstaltungstages am Freitag absolut friedlich und setzte ein klares Zeichen der Jugend Ahrensburgs und Umgebung gegen Rechtsradikalismus und Faschismus. Die JuKi e.V. wertet die Veranstaltung bis zu den Geschehenissen als Erfolg und wird weiterhin Stellung gegen Rechts beziehen. Vielen Dank an die Solidaritätsbekundungen aus Bad Oldesloe und von den Jusos Stormarn. JuKi e.V.
|